Nachbetreuung bei Schizophrenie - Was können Sie von mir als Psychotherapeutin erwarten?

Warum mich Psychosentherapie fasziniert?

Schon vor einiger Zeit, habe ich entdeckt, dass ich gerne und auch kompetent mit psychoseerfahrenen / psychiatrischen Menschen arbeite.

Der psychotische Mensch wirkt, als sei er in einer eigenen anderen Welt.

Ich als Psychotherapeutin, kann versuchen Brücken zu bauen, um Sie in Ihrer Welt zu besuchen, um unsere Welten zu verbinden und unsere Wahrnehmung wieder anzunähern.

So kann die Therapie sehr spannend, lehrreich und auch lustvoll sein. Vielleicht ist es auch möglich ein wenig von Ihrer Gelassenheit wiederzugewinnen, die im Umgang mit tiefen seelischen Krisen dringend gebraucht wird.

Mir kommt es bei der therapeutischen Arbeit auch auf die innere Haltung an. Offenheit und Ehrlichkeit, Interesse und Akzeptanz wird vermittelt und bestimmen die therapeutische Beziehung mit. Ich empfehle immer wieder bestimmte Bücher und Filme. Denn diese können ihnen auch Impulse und Denkanstöße geben, um eine Krisensituation zu bewältigen oder mit einer Erkrankung besser umzugehen.

Besonderheiten des Denkens, Fühlens und Handels

Ich habe viel Erfahrung im Umgang mit schizophrenen Patienten gesammelt und auch Grenzen derBehandlung im Spitalsbereich (Psychiatrie) erkannt.

Menschen in Psychosen entwickeln sehr individuelle Besonderheiten. Sie verdienen therapeutische Aufmerksamkeit, weil Sie selbst den der Heilung in sich tragen.

BEISPIEL:

Frau B., 20 Jahre, gilt als hoch begabte und ehrgeizige Studentin. In einer besonderen Stresssituation hört sie Stimmen, die sie wegen geringfügiger Leistungseinbußen beschimpfen. Ängstlich und verunsichert kämpft sie mit allen Mitteln gegen die Stimmen an. In der Psychiatrie wird Schizophrenie diagnostiziert.

Die Medikation ist nicht gut angepasst, die Stimmen verstärken sich, je mehr sie dagegen ankämpft.

Schließlich kommt es zu einem Suizidversuch, der nicht gelingt.

In der Psychotherapie lernt Frau B. die Stimmen ernst zu nehmen. Je mehr sie sich für deren Botschaft interessiert, desto freundlicher werden die Stimmen.

Heute weiß Frau B., dass die Stimmen notwendig waren, um von ihrem übergreifenden Ehrgeiz loszulassen.

Eine Psychose ist Katastrophe und Selbstschutz zugleich.

Eine Psychose bringt erhebliche Risiken mit sich, die durch die sozialen und kulturellen Reaktionen, aber auch durch die biologische Eigendynamik noch verstärkt werden können.

Wie jede existenzielle Krise birgt auch eine Psychose, bei entsprechender therapeutischer Behandlung die Chance, dass Sie sich selbst mit Ihren Grenzen und Möglichkeiten vollständiger wahrnehmen und vielleicht auch Ihr eigenes Lebenskonzept überdenken können.

Die psychotherapeutische Beziehung kann Ihnen helfen aus der Isolation herauszufinden. Außerdem unterstützt sie Sie dabei, Sinn in der Hinwendung zum anderen und im Zusammensein zu finden.

Kennen Sie vielleicht Zeitpunkte für solche Lebenskrisen?

  • Krisen des jungen Erwachsenenalters
  • Abschluss der Ausbildung und Eintritt ins Berufsleben
  • Trennung vom Partner
  • Tod einer sehr vertrauten Person
  • Verlust materieller Sicherheiten


Je nachdem, welche Ressourcen Ihnen zur Verfügung stehen, welche therapeutischen Hilfen eine innere Stabilität gewährleisten, gegebenenfalls welche Medikation die Reizüberflutung eindämmen kann, kann die psychotische Reaktion eine Eigendynamik entwickeln.

Gefühlswelten

  • Sie sind hochsensibel?
  • Sie sind schnell reizüberflutet?
  • Kennen Sie Gedankenkreisen oder Gedankenentzug?

Psychotherapie erfordert nicht nur eine inhaltliche Souveränität, sondern auch eine strukturelle Flexibilität hinsichtlich Dauer, Intensität und Setting.

In der Psychiatrie, habe ich persönlich die Erfahrung gemacht, dass die Grundlage von Psychotherapie mit Schizophren PatientInnen eine tragfähige, positive und authentische Beziehung ist.

Dieses gründet auf Verständnis, das ich Ihnen als Therapeutin entgegenbringe, worauf Sie Ihr Vertrauen aufbauen und sich öffnen können.

Die Bedeutung des Wirkfaktors „Beziehungsqualität“ wird im therapeutischen Setting aufgezeigt.

Die therapeutische Beziehung zwischen PatientInnen und TherapeutInnen kann schon an sich therapeutische Wirkung entfalten und hilfreiche Erfahrungen machen.

Zum Vertrauensaufbau gehören Verstehen, Akzeptieren, emotionale Wärme und Loyalität dazu.

Überaus wichtige therapeutische Handlungsprinzipien sind Empathie, Wertschätzung und Authentizität.

Wesentliche Wirkfaktoren der Psychotherapie sind aus meiner Sicht:

  • einfühlendes Verstehen
  • emotionale Stütze
  • Förderung kommunikativer Kompetenz
  • Beziehungsfähigkeit und
  • das Erarbeiten positiver Zukunftsperspektiven


Eine gute persönliche Beziehungsbasis trägt zur Verbesserung Ihres Zustandes bei:

  • Ich unterstütze Sie zu stabilisieren und zu bestärken.
  • Sie können von mir Verständnis, aufmerksames Zuhören und große Wertschätzung erwarten.
  • Gemeinsam erarbeiten wir Bewältigungsmöglichkeiten und helfende Ressourcen für Sie.


FREIHEIT BEGINNT, WO ANGST AUFHÖRT!


Schizophrenie Formenkreis - Krankheitsentwicklung

Schizophrenie ist eine Erkrankung des frühen Erwachsenenalters. Am häufigsten bricht die Erkrankung zwischen dem 15. und 30. Lebensjahr aus. In dieser Lebenszeit gibt es große körperliche, psychische und soziale Veränderungen zu bewältigen. Ablösung vom Elternhaus, Beginn und Abschluss einer Ausbildung, Einstieg ins Berufsleben, Partnerschaft, Trennungserfahrungen.

Sowohl genetische als auch Umweltfaktoren sind für die Entstehung dieser Erkrankung mitverantwortlich. Veränderungen von Antrieb und Stimmung oder von Wahrnehmung und Denken können auftreten.

Jeder Mensch kann als Reaktion auf eine extreme Belastung gezwungen sein aus der gewohnten Realität auszusteigen und in die eigene innere Welt abzutauchen. Eine solche Reaktion ist sowohl ein Ausdruck von Selbstschutz als auch von tiefer Verunsicherung.


Häufig genannte SprachBILDER zum Psychoseerleben:

„Eine Psychose ist für mich ….

  • ...wie das Untertauchen in eine andere Welt und Wirklichkeit.“
  • …wie eine ständige Verschiebung der Normen.“
  • …wie ein geistiger Erschöpfungszustand.“
  • …Rosa und Lila, die zu einer zarten Landschaft werden.“
  • …wie ein Versinken in chaotischen und intensiven Farben und Bewegungen.“
  • …wie Treiben auf stürmischer See ohne Kompass.“

Die Sprachbilderbetonen die Andersartigkeit der Welt, der Landschaft, der Normen. Zum Teil symbolisieren sie Bedrohung und formulieren Angst, den Verlust der Mitte und die besondere Sensibilität, den Rausch der Sinne und die Schönheit der Farben.

Hilfreiche therapeutische Erfahrungen

Herr P.; 24 Jahre erzählt:

„Bereits in der Psychiatrie war mir klar geworden, dass eine Psychotherapie für mich dringend notwendig ist. Eine Bekannte konnte mir eine Psychotherapeutin in meiner Nähe empfehlen. Aufgrund der offenen, aufgeschlossenen und klaren Art der Therapeutin hatte ich gleich eine positive Einstellung zu ihr und das Gefühl, eine vertrauensvolle, intensive therapeutische Beziehung zu ihr entwickeln zu können. Sie war in der Lage mir Hoffnung zu vermitteln und in mir das Gefühl erlebbar zu machen, dass ich die Kontrolle über meine eigene Lebenssituation wiederherstellen könne. Wir erarbeiteten innerhalb der Therapie gemeinsam Problemlösungsschritte. Sie hatte ein richtiges Maß an Distanz und machte mir deutlich, dass sie mich mit dem Erlebten nicht allein lässt. Es ist wichtig, dass ein gegenseitiges Vertrauen gewonnen wird, dass Zuversicht und Hoffnung vermittelt werden und bei mir eine Veränderungsbereitschaft erzeugt wird. Mittlerweile ist mein Selbstwertgefühl wieder aufgebaut und die Ursachen meines Leidens sind zum Teil verarbeitet. Mir wurde durch die Therapie verdeutlicht, dass eine kontinuierliche Begleitung vorhanden ist.“

So kann eine therapeutische Beziehung für Sie hilfreich sein und Ihnen die Chance bieten, Ihre eigene Lebenssituation positiver zu gestalten.


Psychotherapie bei Psychosen

Psychotherapie ist die Behandlung von Störungen der Erlebnisverarbeitung. Themen sind:

  • schwer zu verarbeitende Erlebnisse und Erfahrungen, die zum Beispiel in eine Krise geführt haben

  • Störungen des Verhaltens, Denkens und Fühlens

  • und vor allem Störungen oder Krisen des Verarbeitungsprozesses

Es geht darum, dass Sie Ihr Vertrauen in die Psychotherapie und mich als Ihre Psychotherapeutin beibehalten. Ich bin stets bemüht Sie in Ihrem Erleben zu verstehen und wie Sie sich mit Ihrem Erlebten fühlen. Ich habe dabei Ihnen gegenüber eine akzeptierende und wertfreie Haltung.

Genesung ist immer ein Prozess. Dieser entsteht im Inneren und aus dem Inneren des Betroffenen.

Sind Sie Angehörige / Angehöriger?

  • Sind Sie verunsichert?
  • Sind Sie ängstlich?
  • Fühlen Sie sich schuldig?

Aufgrund der starken emotionalen Verbundenheit innerhalb der eigenen Familie sind gerade die Beziehungen zu den nahen Angehörigen oft so spannungsgeladen. Wenn Angehörige Angst haben, haben die PatientInnen das Gefühl, dass ihre eigene Angst berechtigt ist. Wenn jemand unsicher ist, dann bestätigt dies das Misstrauen. Wenn Sie als Schuldgefühle haben, haben die PatientInnen das Gefühl, dass es wirklich eine Schuld gibt. Alles, was Ihnen als Angehörigen dabei hilft, angstfreier und sicherer zu werden, entspannt somit die Beziehung zum erkrankten Familienmitglied.

Als Angehörige sollten Sie nicht zu kritisch, aber auch nicht zu beschützend sein.

Schizophrenie ist gut behandelbar

Schizophrenie ist heute gut behandelbar, aber nicht heilbar. Meine Erfahrungen mit schizophrenen PatientInnen im Otto-Wagner-Spital haben gezeigt, dass es durch eine individuelle und stufenweise Förderung mit wachsenden Anforderungen möglich ist, den Verlauf der Erkrankung Schizophrenie positiv zu beeinflussen.

Die Therapie der Schizophrenie baut auf eine abgestimmte Kombination von medikamentöser Therapie, Psychotherapie und anderen therapeutischen Verfahren wie Ergotherapie, Soziotherapie auf. Viele PatientInnen mit der Diagnose Schizophrenie werden anfänglich stationär behandelt und dann ambulant nachbetreut.


Warum ist gerade bei Schizophrenie Nachbetreuung so wichtig?

Bei Schizophrenie kann Psychotherapie erst wirksam werden, wenn die Kooperationsbereitschaft der betroffenen Person zunimmt.

Bei der Nachbetreuung/Nachbehandlung in der Psychotherapie geht es um das Verarbeiten des Krankheitserlebens, vorhandene Lebensprobleme zu meistern, sich selbst zu finden sowie die Wirklichkeit zu erkennen und zu bewältigen. In der Nachbetreuung ist die Vermittlung des Wissens über die Krankheit Schizophrenie für die Nachbehandlung besonders wichtig und erhöht nachweislich den Therapieeffekt.

Im der Nachbetreuung durch den PsychotherapeutIn findet noch einmal eine Psychoedukation (Aufklärung) statt, die schon während des stationären Aufenthaltes Bestandteil ist.

Meine Erfahrung mit der Behandlung von Schizophrenie im Otto-Wagner-Spital hat mir gezeigt, dass auch soziotherapeutische Maßnahmen wichtig sind. Die Strukturierung der Tagesabläufe oder berufsrehabilitierende Maßnahmen können für Schizophrenie erkrankte Menschen hilfreich sein.

In der Nachbetreuung/Nachbehandlung gehören eine umfassende Aufklärung über das Krankheitsbilde und ein Kommunikationstraining dazu.


Meine Erkenntnisse als Psychotherapeutin?

Als Psychotherapeutin erlebe ich bei meinen PatientInnen, dass die Akzeptanz und das Verständnis der Angehörigen, sowie ein stabiles soziales Netz einen Rückfall vorbeugen. Mit meiner Erfahrung als Psychotherapeutin kann ich Sie gerne unterstützen.

Für die Genesung an Schizophrenie erkrankter PatientInnen ist mir als Psychotherapeutin der richtige Umgang besonders wichtig.

In der Nachbetreuung/Nachbehandlung an Schizophrenie erkrankter PatientInnen rege ich als Psychotherapeutin zum selbstständigen Handeln an. Als Psychotherapeutin unterstütze ich Sie, Mut zum praktischen Handeln zu entwickeln und Ihr Selbstvertrauen zu stärken

Besonders spannend finde ich, wie wichtig ein bewusster Prozess zwischen PatientIn und PsychotherapeutIn ist, um in der Nachbetreuung/Nachbehandlung Leid zu lindern, seelische sowie zwischenmenschliche Konflikte zu bewältigen und Verhaltungsstörungen zu mindern.

Als Psychotherapeutin arbeite ich sowohl mit verbaler und auch nonverbaler Kommunikation.